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Die Schafdiebe
Einige der besten Border Collies wurden in den frühen Zeiten der Schafzucht abgerichtet, um Schafe zu stehlen.
Eine Geschichte erzählt von einem jungen Mann, der mit seinem Hund etliche Schafe seines früheren Arbeitgebers stahl und sie in Richtung Edinburgh trieb. Bevor e r jedoch weit bekommen war, bekam er kalte Füße und verließ auf dem Rücken seines Pferdes die gestohlenen Schafe auf der Straße. Nachdem er ca. 3 Meilen geritten war, hörte er Geräusche hinter sich und musste zu seinem Schrecken feststellen, dass sein Hund zurück gerannt war und nun die Schafe in schnellstem Galopp zu ihm trieb. Der Dieb kam in Panik, verfluchte seinen eifrigen Hund und ritt schnell davon. Der Hund verstand dies natürlich nicht, und da ihm früher am Tag befohlen worden war, die Schafe zu treiben, brachte er sie auf den langen Weg nach Hause. Als das Tageslicht anbrach, traute sich der Dieb nicht mehr, seinen Hund zu rufen, andere Farmer hätten ihn eventuell hören und den Diebstahl bemerken können. Er ritt einen großen Umweg und besuchte noch seine Schwester. Dort beim Frühstück sitzend, hörte er einen Knecht rufen, dass sein Hund mit den Schafen angekommen sei. Der Dieb wurde von seiner gestohlenen Ware eingeholt.
Er gab auf, brachte die Schafe zum Markt und verkaufte sie. Sein Verbrechen wurde schnell bekannt und er wurde gehängt.
Der Tod war angesichts des damaligen Wertes der Schafe eine gerechte Strafe für Schafdiebe und in Schottland bis 1828 durchaus üblich. Nicht nur Männer auch Jugendliche wurden zur Abschreckung auf diese Art bestraft.
Der Hund Yarrow, er war ein außerordentlich cleverer Schafdieb, hätte traditionsgemäß getötet werden sollen. Glüklicherweise kam Yarrow dann aber doch zu einem anderen Schäfer, bei dem er eine normales Hütehund-Leben hätte führen sollen. Doch Yarrow konnte nicht normal hüten. Er war ein Ein-Mann-Hund und durch die jahrelange Gewohnheit, für seinen Herrn Schafe zu stehlen, nicht mehr in der Lage etwas anderes zu tun.
(Ausschnitte aus dem Buch Britische Hütehunde von Barbara Müller, erschienen 1998)
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